Durch die Berliner Polizei wurden wir zu einem Flächensucheinsatz nach Berlin-Spandau alarmiert. Ein 65-jähriger Mann war zum Pilze sammeln in den Spandauer Forst aufgebrochen. Aufgrund des vor kurzem über Berlin tobenen Sturms „Xavier“ lagen viele umgekippte Bäume im Wald und versperrten die Wege. Eigenen Angaben des Vermissten zufolge musste er mehrere dieser Bäume umlaufen und verlor deshalb in der Dämmerung die Orientierung im Wald. Er meldete sich beim polizeilichen Notruf und gab an, inzwischen geschwächt zu sein und berichtete von einer „Jagenbegrenzung“ im Wald, die er passiert hatte und nun nicht mehr wisse wo er sei. Die Polizei hatte bei unserem Eintreffen schon den Polizeihubschrauber und eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei zu Suchmaßnahmen eingesetzt.

Wir alarmierten unsere Freunde der Rettungshundestaffel Berlin im BRH und der DRK Rettungshundestaffel KV Berlin Reinickendorf/Wittenau, insgesamt gingen wir mit 42 Einsatzkräften und 12 Hunden in den Einsatz.

Zunächst wurde im Rahmen der Suche durch einen unserer Helfer das Mobiltelefon des Vermissten gefunden. Dieser Umstand erklärte, warum zahlreiche Anrufversuche fehl schlugen und kein Kontakt mehr zu dem Mann hergestellt werden konnte.

Gegen 01.45 Uhr meldete dann schließlich ein BRH-Suchteam, dass der Mann durch einen Rettungshund gefunden wurde. Er war unterkühlt, geschwächt und gab an, Diabetiker zu sein und die benötigten Medikamente am Abend nicht eingenommen zu haben.

Durch unsere Rettungssanitäter wurde der Mann erstversorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Wir möchten uns an dieser Stelle erneut für die kameradschaftliche und proffessionelle Zusammenarbeit der beteiligten Staffeln bedanken! Trotz widriger Umstände (nahezu keine Handynetze und nur sporadische Funkanbindung) konnte die durch die Sturmschäden erschwerte Suche erfolgreich beendet und der Mann vor erheblichen Gesundheitsschäden bewahrt werden.